5 Ursachen für klitschiges Brot und wie du sie behebst
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Beim Kneten von Roggenteig gilt: weniger ist mehr. Roggen braucht keine intensive Knetung, sondern gleichmäßige Vermischung. Zu viel Kneten macht den Teig klebrig, weil die Stärke aufgeschlossen wird. Besser ist es, die Zutaten nur kurz zu verbinden und den Teig dann in der Schüssel oder Form reifen zu lassen. Die Teigruhe ersetzt hier das Kneten. Wer Roggen zu lange bearbeitet, bekommt eine klebrige Masse, die sich kaum noch formen lässt.
Ein häufiger Fehler ist der Griff zu reinem Vollkornmehl in der Hoffnung auf mehr Geschmack. Die Schalenteile stören das Klebergerüst, die Krume wird dicht und klitschig. Besser ist es, maximal ein Drittel Vollkornmehl zu verwenden und den Rest als helles Weizenmehl Type 550 oder 405 zuzugeben. Type 405 hat wenig Mineralstoffe, aber viel Kleber und sorgt für eine feinporige, weiche Krume. Type 1050 bringt etwas mehr Aroma, jedoch auch mehr Schalenreste, was die Lockerheit leicht reduziert.
Langsame Führung verzeiht kleine Fehler, solange die Grundregeln stimmen: wenig Hefe, kühle Temperaturen, Geduld. Wer einmal ein Brot mit dieser Methode gebacken hat, will nicht mehr zur schnellen Variante zurück. Der Geschmack ist tiefer, die Krume offener, und die Haltbarkeit deutlich länger.
Die Fluffigkeit einer Krume im Mischbrot hängt weniger von der Mehlsorte allein ab als vom Verhältnis zwischen Kleberanteil und Wasseraufnahme. If you have any questions regarding where and how to use Platzsparende Möbel, you could contact us at the web page. Weizenmehl mit einem hohen Anteil an Gluten, etwa Type 550, bildet ein dehnbares Gerüst, das Gas beim Backen besser hält. Roggenmehl dagegen bringt Pentosane mit, die viel Wasser binden, aber kaum elastische Struktur liefern. Wer ein Mischbrot mit besonders lockerer Krume will, sollte deshalb den Weizenanteil nicht unter die Hälfte fallen lassen und beim Roggen auf eine moderate Type setzen, nicht auf Vollkorn.
Beim Backen entscheidet die Anfangs hitze über die Ofentrieb genannte Volumenzunahme. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen, mit Schwaden arbeiten, nach 10 Minuten auf 210 Grad reduzieren. Zu frühes Öffnen lässt Dampf entweichen und die Krume zusammenfallen. Nach dem Backen das Brot mindestens zwei Stunden auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird. Warmes Brot schneidet sich zwar verlockend, aber die Krume ist dann noch weich und klebrig, sie wirkt nach dem Abkühlen fester als sie ist.
Wer diese drei Getreidearten nicht gleich behandelt, sondern ihre Eigenarten berücksichtigt, bekommt verlässlich gute Ergebnisse. Weizen will Knetzeit, Dinkel will Ruhe, Roggen will Säure. Wer das beachtet, umgeht die meisten Fehler, die zu zähen, flachen oder klitschigen Broten führen.
Die Führung des Vorteigs trennt gute von mittelmäßigen Ergebnissen. Ein Poolish aus Weizenmehl, Wasser und einer Prise Hefe, über Nacht im Kühlschrank gereift, bringt Dehnbarkeit und Geschmack. Ein Roggensauerteig sollte mindestens 12 Stunden reifen, sonst bleibt er zu aggressiv und zerstört die Kleberstruktur. Beide Vorteige erst am Backtag mit dem Hauptteig vermischen, dann 20 Minuten Autolyse ohne Hefe, danach Salz und restliche Hefe einarbeiten. So entsteht ein geschmeidiger Teig, http://martinpreisssoftware.de/index.php?title=Warum_wird_zäher_Teig_nach_der_Autolyse_geschmeidiger? der beim Gehen sichtbar an Volumen zulegt.
Ein Brot, das außen goldbraun aussieht und beim Anschnitt einen feuchten, klebrigen Kern zeigt, ist kein Backfehler, sondern das Ergebnis mehrerer möglicher Ursachen. Wer den Teig richtig führt, die Gare kontrolliert und das Brot ausreichend auskühlen lässt, bekommt eine lockere Krume. Die folgenden fünf Punkte decken die häufigsten Gründe ab.
Brot altert nicht, weil es austrocknet, sondern weil die Stärke im Inneren langsam kristallisiert. Dieser Vorgang läuft bei Zimmertemperatur am schnellsten, bei Kälte noch schneller. Deshalb wird Brot im Kühlschrank bereits nach wenigen Stunden hart und pappig, obwohl es dort nicht schimmelt. Wer Brot länger als einen Tag genießen will, muss zwei Dinge steuern: Feuchtigkeit und Luftzirkulation. Beides lässt sich mit einfachen Mitteln regeln, ohne dass die Kruste weich wird oder sich Schimmel bildet.
Weizen, Ingeekswetrust.De Dinkel und Roggen verhalten sich beim Kneten und Backen grundverschieden. Wer das ignoriert und einen Teig nach dem anderen behandelt, bekommt entweder einen zähen Klumpen oder einen Teig, der auseinanderläuft. Der entscheidende Unterschied liegt im Klebereiweiß. Weizen hat viel davon, Roggen fast keines, Dinkel steht dazwischen, ist aber empfindlicher als sein Ruf.
Die Backzeit ist der offensichtlichste Verdächtige. Viele backen bei zu hoher Temperatur, damit die Kruste schnell Farbe bekommt. Die Folge: Außen ist das Brot fertig, innen bleibt der Teig roh. Ein kräftiges Brot aus Weizen- oder Dinkelmehl braucht je nach Gewicht zwischen 45 und 70 Minuten. Bei 220 Grad Ober-/Unterhitze verbrennt die Kruste, bevor die Hitze den Kern erreicht. Besser ist es, die ersten 15 Minuten bei 230 Grad anzubacken und dann auf 190 bis 200 Grad herunterzuschalten. Ein Backthermometer mit Einstichsonde hilft: Bei 96 bis 98 Grad Kerntemperatur ist ein Weizenbrot durchgebacken. Wer kein Thermometer besitzt, klopft auf die Unterseite – klingt es hohl, ist die Feuchtigkeit weitgehend entwichen.
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